Pressespiegel 2020
Projekt
Erste Vorstellung des Allgäuer Heimatwerks
Sitzung des HSFK (Hauptausschuss Finanzen und Kultur)
Am 21. Juli 2020 im Bundeleistungszentrum der Stadt Füssen
Sehr geehrte Stadträtinnen und Stadträte,
sehr geehrte Mitglieder dieses Ausschusses und der Stadtverwaltung,
sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister,
liebe Fiassar, Hopfar und Weissaseabar,
haben Sie besten Dank, dass Sie mir heute ermöglichen, in diesem
Gremium die ersten Schritte des Projekts „ llgäuer Heimatwerk“
vorzustellen. Ich bitte um Verständnis, daß dies nur in kurzen Stichpunkten
erfolgt, um Ihre Sitzung nicht unnötig zu verlängern.
Mein Name ist Richard Hartmann, ich bin 56 Jahre alt. Ich bin in Füssen
geboren, hier und in Heidelsbuch aufgewachsen. Heute vor sieben Jahren
habe ich mich in Füssen verpartnert. Als Fiassar in vierter Generation
entstamme ich einer Familie, die sich aktiv seit 120 Jahren am gesell-
schaftlichen Leben unserer Stadt beteiligt. Seit 44 Jahren bin ich Mitglied
beim ältesten Füssener Trachtenverein, dem „GTuHV Neuschwanstoaner
Stamm“, der übrigens heuer und nächstes Jahr seinen 120-jährigen
Geburtstag feiert. Seit 2012 leite ich die Geschicke dieses Vereins.
Doch nun zum Allgäuer Heimatwerk: wenn ich vor vier Jahren behauptet
hätte, dass Beiträge zu Brauchtum und Tradition dem Zweck dienen,
unsere Heimat lebens- und liebenswert zu erhalten, hätte ich ein
wohlwollendes Lächeln mit vornehmer Zurückhaltung geernet: „Lobba
dean gschpinnata Hartmann ruhig reda, des isch halt so a traditions-
verbundanar Vereinsmeier, des weard doch eh nix“.
Hätte ich gesagt, dass es ab 2020 ein „ llgäuer Heimatwerk“ in Füssen
geben wird mit drei innovativen Standbeinen zum Thema Heimat, dann
hätte selbst der Gutmütigste unter Ihnen an meinen Sinnen gezweifelt.
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Nun ist der Allgäuer bekanntermaßen ein bissla sturer und
hartnäckiger als andere bayerische Volksstämme. So habe ich mich
beständig und ohne Verdruss auf den Weg durch Behörden-
Dschungel und Behörden-Deutsch gemacht. In enger Abstimmung
mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und
dessen Projektträgern wurde aus Vision Realität.
Zunehmend konnte ich Politikerinnen und Politiker auf Stadt-,
Landkreis, Bezirks- und Bayernebene und Bürgerinnen und Bürger
unserer Stadt begeistern. Deshalb möchte ich allen danken, die mich
bestärkt und begleitet haben. Gleichzeitig bitte ich Sie alle herzlich,
dieses Projekt jetzt und in Zukunft wohlwollend zu begleiten.
Nun zur Realisierung des Projekts. Seine Inhalte leisten einen
nachhaltigen Beitrag zur Vitalisierung des ländlichen Raums und
Füssens. Per Zuwendungsbescheid des Bundesministeriums
Landwirtschaft und Ernährung beginnt unter dem Leitmotiv "Von
Allgäuern für das Allgäu - das Allgäuer Heimatwerk" ab sofort dessen
Aufbau.
Der Projekt-Antrag wurde durch meine Firma gestellt. Die
Bundesmittel zur Projektförderung belaufen sich auf 99.466
€.
Weitere knapp 32T€ sind mit Projektveranstaltungen zu
erwirtschaften. Für einen etwaige Fehlbetrag hafte ich persönlich.
Um Diskussionen im Keim zu ersticken: die Fördermittel dienen auch
der Finanzierung meiner Arbeit. Die genehmigten 1.248 Stunden
werden aber bei Weitem nicht reichen. Weitere Stunden sowie
meine bisherige Arbeit der letzten drei Jahre erfolgen aus reinem
Enthusiasmus und der Überzeugung des Gelingens dieses Projekts.
Was passiert nun im ersten Schritt:
Folie 1 -Kurz die drei Säulen/Standbeine erklären
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Folie 2
Standbein 1, die Kultur beginnt aber sofort. Die Arbeit hierzu erfolgt
in unserer Allgäuer Heimatwerk Kultur-Kreativ-Denkwerkstatt in der
Drehergasse (Wagnerei Dicht, Richard vor 50 Jahren).
Von hier aus planen wir kulturelle Veranstaltungen rund um das
Thema Heimat. Die konkreten Inhalte heute zu erklären würde mein
genehmigtes Zeitfenster übersteigen. Hierüber berichte ich Ihnen
gern im September im Stadtrat bzw. bei der geplanten offiziellen
Eröffnung am 1. Oktober, zu der ich Sie bereits heute herzlich
einlade.
Durch diese Kultur-Projekte wird das Wissen um unsere Heimat,
unsere Traditionen und unser Brauchtum bewahrt, weitergegeben,
verstetigt und nachhaltig verankert. So sensibilisieren wir gezielt jede
Generation auf das Thema Heimat. Bei Kindern und Jugendlichen
hilft dabei meine Erfahrung aus früheren Projekten in
Zusammenarbeit mit der Stiftung Wertebündnis Bayern und der
Universität Augsburg. Bei Erwachsenen verfüge ich über
jahrzehntelanges Wissen im Veranstaltungs- und Eventbereich.
Was mich besonders freut: dieses langfristig angelegte Leuchtturm-
Projekt des Bundes könnte als Füssener Modell in anderen Regionen
Deutschlands umgesetzt werden. Gespräche zu Standbeinen 2 und 3
laufen derzeit. Hierüber berichte ich Ihnen gerne zu einem späteren
Zeitpunkt.
Folie 3, 4 und 5 nein - Folie 6
Langfristig ist geplant, dieses Projekt in eine eigenständige juristische
Gesellschaft umzuwandeln. Wobei hier der Wunsch wäre, dass sich
die öffentliche Hand als Träger beteiligen. Es ist für mich Ansporn
und Ehre, ein Bundesprojekt dieser Größe in meiner Heimatstadt
umzusetzen. Persönlich freut es mich besonders, weil ich so meinen
nicht unerheblichen Beitrag zum positiven Resumée unserer neuen
Stadtregierung beitragen kann. Ich danke für Ihr Gehör und zähle auf
Ihre Unterstützung! Auf gute Zusammenarbeit!
Allgäuer Zeitung / Füssener Blatt vom 23.07.2020
Pressespiegel Projekt Allgäuer Heimatwerk
Kreisbote vom 29.07.2020 - Nr. 31
Kreisbote Füssen vom 28.07.2020
»Wiege der Allgäuer Trachtenbewegung«
Der Füssener Richard Hartmann stellt derzeit das »Allgäuer
Heimatwerk« auf die Beine
Füssen - „Von llgäuern für das llgäu“ - unter diesem Motto steht das
Bundesprojekt „ llgäuer Heimatwerk“, das der Initiator Richard
Hartmann vergangene Woche den Stadträten im Haupt-, Finanz-, Sozial-
und Kulturausschuss (HFSK) vorstellte.
Ihm geht es darum, mit Hilfe einer „Kultur-Kreativ-Denkwerkstatt“ das
Wissen um die Allgäuer Kultur, ihre Traditionen und ihr Brauchtum zu
bewahren, weiterzugeben und in der Bevölkerung zu verankern. Darüber
hinaus werde es als „Leuchtturmprojekt“ Vorbildcharakter für ähnliche
Projekte in ganz Deutschland haben, sagte Hartmann.
Bereits vor vier Jahren hat der gebürtige Füssener, Eventmanager und
Vorstand des Trachtenvereins „D’ Neuschwanstoaner Stamm“ Füssen mit
den Planungen des Projekts begonnen und sich durch den
„Behördendschungel“ gekämpft, wie er den usschuss-Mitgliedern
vergangene Woche berichtete. Mit Erfolg: Das
Landwirtschaftsministerium fördert einen Teil des Projekts mit 99.466
Euro. Weitere rund 32.000 Euro muss das Projekt beispielsweise durch
Eintritts- und Kursgelder selbst erwirtschaften. Gelingt das nicht, haftet
Richard Hartmann persönlich dafür.
Drei Säulen
Seine Idee, die hinter dem „ llgäuer Heimatwerk“ steht, fußt auf drei
Säulen: „Kultur“, „Tracht - Blaues llgäu“ und „Feste Feiern“. Im ersten
Teil, den der Bund fördert, möchte Hartmann altes Wissen rund ums
Allgäu weitergeben. So sind für 2021/22 unter anderem Kurse rund um
die Themen Kochen, Kräuter, Stricken und Handwerk in der
Volkshochschule (vhs) Füssen geplant. Doch das ist noch lange nicht
alles: So soll ein wiederentdecktes Osterspiel aus dem 15. Jahrhundert in
der Kirche St. Mang uraufgeführt werden, Lesungen im „Fiassar Dialekt“
stehen an und Trachtler werden in bstimmung mit dem „Wertebündnis
Bayern“ den Füssener und Schwangauer Grundschülern im
Schulunterricht das Allgäuer Brauchtum näher bringen.
Kreisbote Füssen vom 28.07.2020
Unterricht im Schuhplatteln
Darüber hinaus sollen die Nachwuchssportler des EV Füssen und FC
Füssen im Schuhplatteln unterrichtet werden, um motorischen
Problemen entgegenzuwirken. Ihre neugewonnenen Fertigkeiten
werden die Sportler dann gleich bei einem „Plattler-Slam“ in den
ehemaligen Hanfwerken zeigen können.
„Füssen ist die Wiege der llgäuer Trachtenbewegung“, informierte
Hartmann. Deshalb plant er in Zusammenarbeit mit dem Museum der
Stadt Füssen und dem Bezirk Schwaben eine große Sonderausstellung
„Sehnsucht nach Heimat - Füssens Rolle in der Geschichte der Allgäuer
Trachtenkultur“, bei der er selbst Kurator sein wird. Ein buntes Rahmen-
programm soll die Ausstellung von Juli bis Oktober 2021 ergänzen.
Neben einem „Dänzla“ erwartet die Füssener auch ein großer
Trachtenmarkt, kündigte Hartmann an.
Bei den beiden anderen Säulen handelt es sich dagegen noch um
Visionen, so der Event-Manager. Beim „Tracht - Blaues llgäu“ geht es
unter anderem darum, Vereine bei diesem Thema zu beraten und auch
ein Umdenken zu erzielen. Hartmann möchte erreichen, dass in der
örtlichen Landwirtschaft Flachs angebaut wird, der dann in Tirol zu
Stoffen gesponnen wird. Auf diese Weise könnten die Allgäuer Vereine
mit „hausgemachten Stoffen“ versorgt werden. uch hier sei er an einer
entsprechenden Förderung dran. Denn in Füssen gebe es ein „extremes
Defizit an Lieferanten für gute Tracht.“ Die örtlichen Läden richten sich
entweder an Touristen oder bieten Tracht im Hochpreissegment an,
erklärte der Heimatvereins-Vorstand.
Kreisbote Füssen vom 28.07.2020
Beratung für Vereine
Und auch bei seiner dritten Säule hat er die örtlichen Vereine im Blick.
Als Eventmanager wisse er, dass es viele Auflagen gebe, die Vereine
beachten müssen, wenn sie größere Veranstaltungen auf die Beine
stellen wollen. Für ehrenamtlich Engagierte sei das kaum mehr zu
stemmen. Deshalb sollen sie in der Kultur-Kreativ-Denkwerkstatt
entsprechend beraten werden.
Diese Ideen kamen gut bei den Stadträten im Ausschuss an. Als eine
„ganz eine tolle Sache“, bezeichnete Christian Schneider (Füssen-Land)
das Projekt. Aus eigener Erfahrung wisse er, dass Füssener Vereine
derzeit bis nach Kulmbach fahren müssen, um eine Beratung für eine
förderfähige, neue Tracht zu erhalten. Und wer jemals bei der
Organisation eines Gautrachten- oder Bezirksmusikfestes dabei gewesen
sei, dem sei klar: „Der ufwand ist immens.“ Deshalb bedankte er sich
bei Hartmann für dessen Einsatz: „Du hast Visionen. Da können wir
Vereine alle davon profitieren.“
Neues Büro
Dass neben dem „D’ Neuschwanstoaner Stamm“ Füssen auch andere
Vereine in das Projekt mit eingebunden werden, war dagegen FWF-
Stadrätin Christine Fröhlich ein wichtiges Anliegen. Das sei bei ihm nicht
anders, entgegnete ihr Hartmann. So seien alle vier Trachtenvereine aus
Füssen, Weißensee, Hopfen und Schwangau beispielsweise bei der
Trachtenausstellung mit eingebunden. „Jeder ist herzlich eingeladen mit
seiner Idee zu uns zu kommen“, unterstrich der Vereins-Vorsitzende.
Im August werde die Kultur-Kreativ-Denkwerkstatt ihr Büro in einer
ehemaligen Werkstatt in der Drehergasse beziehen. Am 1. Oktober
möchte Hartmann es offiziell eröffnen. Jeder Schritt des „ llgäuer
Heimatwerk“ werde dann dokumentiert. „Das Füssener Projekt ist ein
Bausteinprojekt, das für ganz Deutschland übernommen werden kann.“
Darauf könne die Lechstadt stolz sein.
Katharina Knoll
Pressespiegel Projekt Allgäuer Heimatwerk
Nr. 03/2020
Pressespiegel Projekt Allgäuer Heimatwerk
Katalog VHS Füssen-Pfronten - Programmheft Herbst/Winter 2020
Pressespiegel Projekt Allgäuer Heimatwerk
Katalog VHS Füssen-Pfronten - Programmheft Herbst/Winter 2020
Pressespiegel Projekt Allgäuer Heimatwerk
Katalog VHS Füssen-Pfronten - Programmheft Herbst/Winter 2020
Allgäuer Zeitung / Füssener Blatt vom 7.10.2020
Allgäuer Zeitung / Extra vom 7.10.2020
Kreisbote Füssen vom 6.10.2020
Kreisbote Füssen vom 6.10.2020
Kreisbote Füssen vom 6.10.2020
Interessanter Artikel in der Allgaeuer Zeitung-App:
Füssener Zeitung, 07.10.2020 - Kultur und Brauchtum bewahren
Kultur und Brauchtum bewahren
Gründung Das neue „ llgäuer Heimatwerk“ in Füssen will mit Beratung und
Veranstaltungen die Tradition aufrechterhalten. Gefördert wird es vom
Landwirtschaftsministerium
Füssen Mit seinem „ llgäuer Heimatwerk“, das in der Füssener ltstadt in der Drehergasse
40 ½ ein Zuhause erhalten hat, verfolgt Richard Hartmann ein bundesweites Leuchtturm-
Projekt. Wo sich früher - nach Auskunft einer Nachbarin - eine Wagnerwerkstatt befunden
hat, werden kleinere und größere Veranstaltungen geplant. Überschrieben ist das
Kulturprogramm des „ llgäuer Heimatwerks“ mit „Neiluaga“. Für Hartmann und sein Team -
darunter ein Schneidermeister - eröffnet sich in der Drehergasse eine Rückzugsmöglichkeit.
Es bleibe aber natürlich nicht bei einer „Denkwerkstatt“, betont Hartmann. n bestimmten
Tagen werden am Tisch im hinteren Teil des 30 Quadratmeter umfassenden, mit
Schaustücken sowie Bildern geschmückten Domizils Plätze für Nähkurse angeboten.
Trachtenbekleidung - wie zuletzt beim Füssener Magnusfest in der Stadtpfarrkirche zu
sehen - soll in der Öffentlichkeit getragen werden: Es wird dadurch signalisiert, welche
historischen Vereine es im Füssener Land gibt.
Eine ufgabe, die sich das „Heimatwerk“ langfristig stellt, ist laut Hartmann Fachberatung.
Der Füssener Eventmanager unterstreicht: „Ziel ist, durch den ufbau des llgäuer
Heimatwerks das Wissen um unsere Kultur, Tradition und Brauchtum zu bewahren,
weiterzugeben und langfristig zu verankern.“ Dies wolle man umsetzen in engem
Schulterschluss mit dem Kulturamt der Stadt Füssen und vielen weiteren Partnern. „Mit den
gemeinsamen Veranstaltungen sprechen wir ganz gezielt jede Generation an“, sagt
Hartmann. In diesem Zusammenhang weist er auch auf das „Schulprojekt Heimat“ hin.
In der Vorausschau unter dem Motto „Tradition übers Jahr“ rücken auch die christlichen
Feste in den Blickpunkt. Angekündigt wird zum Beispiel gemeinsames Advents- und
Ostersingen. Zum Höhepunkt 2021 soll die Sonderausstellung im städtischen Museum
werden. Titel ist „Sehnsucht nach Heimat - Trachtenkultur im Füssener Land“. Im
Beiprogramm wird zu Volkstanzabenden eingeladen.
Das „ llgäuer Heimatwerk“ stellt sich ausführlich in einem Flyer vor. Herausgeber ist die
Firma „Hartmann Event“ mit Sitz in Waakirchen. Geschäftsführer Hartmann, der im llgäu
als Sprecher des Hauptvorstands für den Trachtenverein „D‘Neuschwanstoaner Stamm“
bekannt ist, war erfolgreich beim Einwerben von Fördergeldern für das Projekt „ llgäuer
Heimatwerk - Von llgäuern für llgäuer“. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln des
Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.
Nachhaltig revitalisieren
ls Kulturinitiative soll das „Heimatwerk llgäu“ nachhaltig zur Revitalisierung Füssens und
des südlichen Ostallgäus beitragen. „Unser Büro in der ltstadt ist nicht immer besetzt.
Deshalb bitten wir um Terminvereinbarung“, erklärt Initiator Hartmann.
b 15. Oktober ist das „ llgäuer Heimatwerk“ telefonisch erreichbar unter der
Telefonnummer 08362/ 9299325. (ha)
Bild folgt
Zahlreiche Besucher wollten sich die Räumlichkeiten in der Drehergasse anschauen. Richard
Hartmann (links) vom Allgäuer Heimatwerk war ein gefragter Ansprechpartner. Gäste sind
hier Birgit Karle vom Festspielhaus Neuschwanstein und Trachtler Wolfi Steiner. Foto:
Werner Hacker
Allgäuer Zeitung / Füssener Blatt vom 18.11.2020
Allgäuer Zeitung / Füssener Blatt vom 18.11.2020
Allgäuer Zeitung / Füssener Blatt vom 18.11.2020
Allgäuer Zeitung / Füssener Blatt vom 18.11.2020
Allgäuer Zeitung / Füssener Blatt vom 18.11.2020
Kreisbote Füssen vom 25.11.2020
Kreisbote Füssen vom 25.11.2020
Kreisbote Füssen vom 25.11.2020
FTM Anderszeit
D'Neuschwanstoaner Stamm - Tradition mit Zukunft
Wie ein Trachtenverein eine Brücke zur Moderne baut
Artikel von musenkuss - Author Ingrid Yasha Rösner
Erschienen auf der Hompage von Füssen Tourismus Marketing
Online abrufbar seit 26.11.2020 unter
https://www.fuessen.de/anderszeit/inspiration/dneuschwanstoaner-stamm/
Was ist Heimat? Was bedeutet sie noch in einer globalisierten Welt? Wie
können Heimat- oder Trachtenvereine für junge wie ältere Menschen wieder
attraktiv werden? Diese Fragen stellen sich viele Vereine. Fast 40 sind im
letzten Jahr wegen Mitgliederschwund eingegangen - verkümmert, weil es
keinen Nachwuchs gibt. Und das in Bayern, dort also, wo Tradition sozusagen
zuhause ist. Auch beim Gebirgstrachten- und Heimatverein
D'Neuschwanstoaner Stamm Füssen e.V. „wurde vieles nur noch gemacht, weil
man es halt so macht", meint Richard Hartmann, seit 2014 Schriftführer und
Erster Sprecher des Hauptvorstands des Vereins. Als er einige Jahre zuvor die
Anfrage bekam, die Chronik weiterzuführen, war für ihn klar, dass er nur
zusagen würde, wenn er sich darüber hinaus engagieren kann. „Die Motivation
und auch eine Vision haben dort gefehlt. Ich wusste, wenn jetzt nicht eine
Lokomotive kommt, dann wird es den ältesten Trachtenverein des Oberen
Lechgau-Verbandes und einen der fünfzig ältesten in Bayern bald nicht mehr
geben."
Zur Lokomotive oder zum Zugpferd wurde der Füssener selbst. Mit einigen
engagierten Mitgliedern überlegte er, von welchen Aktivitäten sich der Verein
trennen kann und was Sinn macht, in die Zukunft mitzunehmen. Zwar waren
die Trachtler bei den kirchlichen Hochfesten gern gesehen - mehr oder weniger
aber als schmuckes Beiwerk. Als bedeutsam für das Gemeinschaftsleben in
Füssen, wie etwa die verschiedenen Sportvereine, wurden sie nicht mehr
wahrgenommen. Das hat sich in den letzten Jahren geändert. Die Kehrtwende
kam. Wie? Dazu später. Die Trachtler*innen vom Neuschwanstoaner Stamm
Füssen feiern in diesem Jahr ihr 120-jähriges Bestehen - und das
Nachwuchsproblem scheint immer kleiner zu werden. Derzeit sind es 200
Erwachsene und 20 Kinder.
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FTM Anderszeit
D'Neuschwanstoaner Stamm
Tradition mit Zukunft
Wie ein Trachtenverein eine Brücke zur Moderne baut
Hinter diesen Fabrikfassaden war sozusagen die Keimzelle für die Gründung
des Vereins: Die Füssener Hanfwerke am Lechufer. Wie das denn? Hanf aus
Oberitalien wurde hier zu Seilen und Garnen gesponnen. Das Geschäft
florierte. Nach der Fusion mit der Bindewarenfabrik Immenstadt war die Hälfte
der gesamten Produktion der deutschen Hanfspinnereien und
Bindfadenfabriken hier vereinigt. Auch das daraus entstandene spätere
Textilimperium Füssener Textil AG war maßgeblich für das wirtschaftliche
Wachstum der Stadt verantwortlich und einer der größten Arbeitgeber in der
Region. So kamen u.a. auch viele junge Burschen Ende des 19. Jahrhunderts
aus dem bayerischen Oberland nach Füssen, um hier zu arbeiten. Aber nicht
nur: am Abend wollten sie singen, lachen, einfach Spaß haben und ein bisschen
balzen, um das Herz der Füssener Mädchen zu gewinnen. Jeder hatte seine
"Traditionen" im Rucksack: u.a. Jodeln, Zither spielen, Schuhplattln und
Lederhosen tragen.
In der sogenannten "Gifthütte", dem Wirtshaus "Zum Mineralbad" auf dem
Gelände der Hanfwerke, tanzten und musizierten sie miteinander und
gründeten zusammen mit Einheimischen am 17.11.1900 den Ur-Verein
"Alpenclub Edelweiss und lmenrausch", um „Sitten und Trachten unserer
Alpen für unsere jugendlichen Touristen zu verbreiten". Damit waren die
Fabrikarbeiter gemeint, sie waren die Impulsgeber für die Region. Nach Füssen
wurden auch in Trauchgau und Buching Trachtenvereine gegründet. Bereits
fünf Jahre später wurde der Verein in "Gebirgstrachten-Vereinigung
D'Neuschwanstoaner Füssen" umbenannt. Man wollte eine örtliche Zuordnung
im Namen tragen. Das schon damals bekannte Märchenschloss
Neuschwanstein, das Bayernkönig Ludwig II. vor den Toren Füssens in
traumhafter Naturkulisse errichtete, war als Alleinstellungsmerkmal dafür
bestens geeignet. Den Namenszusatz "Stamm" trägt der Verein seit 1912, was
bedeutet, dass dieser Verein der Stammbaum ist, von dem sinnbildlich an
weiteren Ästen weitere Trachtenvereine abstammen.
FTM Anderszeit
D'Neuschwanstoaner Stamm
Tradition mit Zukunft
Wie ein Trachtenverein eine Brücke zur Moderne baut
Als Vereinskleidung wurde zuerst die oberbayerische Gebirgstracht festgelegt -
ein Import also. War diese zunächst bunt zusammen gewürfelt, veränderte sich
ihr Aussehen ab den 1920er Jahren stetig zur Allgäuer Gebirgstracht weiter. Die
Kleidung für Frauen wie Männer wurde einheitlicher und damit uniformer.
Diese königsblau leuchtende Tracht ist bis heute das Markenzeichen der
Trachtler*innen der Neuschwanstoaner. Doch Richard Hartmann interessierte,
ob es nicht ein typisches historisches Gewand der Region gegeben haben
könnte und was davon überhaupt noch auf Dachböden und in Kellern zu finden
wäre. So fing er an zu recherchieren.
Durch Zufall entdeckte er drei Holztafeln im Füssener Stadt-Café mit Motiven in
historischer Tracht um 1850 und bekam bald darauf aus einer
Haushaltsauflösung 12 Hauben, Tücher und Mieder - sein Grundstock für
weitere Recherchen. Damit holte er auch Mitglieder in den Verein, die mit
Gewand und Tanz eigentlich nicht so viel anfangen können, sich aber für die
geschichtlichen Hintergründe interessieren. Langsam macht es die Runde, was
der Füssener sucht: Neben typisch schwäbisch-allgäuerischer
Trachtenkleidung, auch Gemälde, Fotos und Aufzeichnungen. Nach
Zeitdokumenten aus der Biedermeierzeit forscht er ganz besonders. „Manche
werfen solche Sachen ja einfach weg, weil sie nicht wissen, dass es ein
historisches Vermächtnis sein könnte. Ich will ein Bewusstsein für solche Werte
wecken." So rufen mittlerweile immer mehr Menschen an und bringen ihm
Sachen vorbei. Auf Flohmärkten sucht er u.a. nach besonderen Knöpfen und
Hutbroschen.
Bei seinen Recherchen muss Richard Hartmann schon genau hinschauen.
Dieses Bild des Füssener Stadtarchivs z.B. entstand Ende des 19. Jahrhunderts
und stammt aus der Sammlung des ortsansässigen Ateliers Ludwig Schradler.
Man könnte vermuten, dass dies Aufnahmen von Füssener Bürgern in ihrer
traditionellen Tracht sind. „Vermutlich aber ließen sich hier Touristen ablichten,
die vom Fotografen mit diesen Kleidungsstücken kostümiert wurden, um
typisch "Füssnerisch" zu erscheinen", erklärt Richard Hartmann.
FTM Anderszeit
D'Neuschwanstoaner Stamm
Tradition mit Zukunft
Wie ein Trachtenverein eine Brücke zur Moderne baut
Trotzdem formte sich in den letzten Jahren durch die vielen unterschiedlichen
Quellen ein Bild. Fakt aber ist, dass es nie das eine Füssener Gewand gegeben
hat. „Tracht war in ihren nfängen immer unterschiedlich und sagte viel über
den Status der Träger aus. Nach 1918 und in der Weimarer Republik wurde sie
u.a. auch durch politische Einflüsse zunehmend uniformer. Im Dritten Reich
wurden viele Vereine gleichgeschaltet und man versuchte, ihr Gedankengut für
falsche Zwecke zu instrumentalisieren. Mit dem Wiederaufleben der
Trachtenvereine in den 1950er Jahren wurde dann umso größerer Wert darauf
gelegt, Trachten für Orte mit bestimmten Farben festzulegen um damit eine
ortstypische Tracht zu definieren. Einerseits ist es wichtig, daran festzuhalten,
denn so werden Traditionen bewahrt und Werte weitergegeben. Andererseits
lassen sich Menschen heute viel weniger in Regeln und Kleiderordnungen
zwängen. Sie wollen sich stattdessen in etwas kleiden, was ihnen gefällt, ihnen
schmeichelt und worin sie sich wohl fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass man
wieder viel freier in der Gestaltung seiner Tracht werden darf, ohne dabei
deren Herkunft zu verleugnen, so war es ja früher auch."
Es sind die vielen handgearbeiteten Details, die ein Gewand besonders
machen. Sie zeigen anderen, wo der Träger seine Wurzeln hat. Inspiriert von
den historischen Quellen entstand so ein "Historisches Fiassar Bürgergwand" -
für Vereinsmitglieder der D'Neuschwanstoaner, aber auch für die
Einheimischen, die sich gerne ortstypisch kleiden möchten. Im Verein werden
mittlerweile beiden Trachten - die königsblaue wie die historische Tracht
nebeneinander getragen. Das schien auch Prinz Charles und dessen Frau
Camilla im letzten Jahr beim Staatsbesuch in München zu begeistern.
FTM Anderszeit
D'Neuschwanstoaner Stamm
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Wie ein Trachtenverein eine Brücke zur Moderne baut
Richard Hartmann, der in Füssen im Gasthof Krone geboren wurde - und hier
unter seinem Großvater steht - ist in der 3. Generation Trachtler und wer ihm
begegnet spürt, wie sehr er für die Sache brennt. „Heimat ist ein wertvolles
Gefühl, das leider zunehmend aus unserer Wahrnehmung verschwindet. Umso
wichtiger ist es, uns zu fragen, wo ich mich geborgen und dazugehörig fühle.
Also wo ich daheim bin. Für mich sind das Füssen, der Verein, die Menschen
hier. Wenn ich durch die Stadt laufe oder meine Tracht trage, dann habe ich
dieses Empfinden von Heimat. Es ist wie eine warme Wolldecke, wie in den
Arm genommen zu werden." Er ist fest davon überzeugt, dass Vereine neue
Wege gehen müssen, um für junge wie ältere Menschen attraktiv zu werden
und zu bleiben. Allein mit dem Gedankengut der 50er Jahre könnte doch
heutzutage kein Jugendlicher mehr etwas anfangen. Als Eventmanager hat er
ein gutes Gespür dafür, was es braucht, um Menschen für etwas zu begeistern.
Statt länger ausschließlich die Vergangenheit zu bewahren, war und ist sein Ziel
und das der Neuschwanstoaner, Tradition und Brauchtum wieder begreifbar zu
machen. Neben dem Tragen des Gewands und der Gestaltung von kirchlichen
und weltlichen Festtagen, u.a. mit Tanz und Schuhplattlern, geht es dem Verein
um viel mehr: Strukturen zu schaffen, die soziales Miteinander ermöglichen.
Regionales Brauchtum, Wissen und Werte, sollen so gepflegt und weiter
gegeben werden.
So initiierte Richard Hartmann u.a. ein Grundschulprojekt, auf das die Stiftung
"Wertebündnis Bayern" des Freistaats Bayern aufmerksam wurde. Gemeinsam
mit 80 ehrenamtlichen Mitgliedern der Trachtenvereine aus Hopfen,
Weissensee, Schwangau und Füssen wurde das Projekt „Mund RT WERTvoll“
umgesetzt, das mittlerweile bayernweit im Lehrplan aufgenommen wurde.
2020 gründete er das Allgäuer Heimatwerk, das er als seine Lebensaufgabe
sieht. Dieses vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
geförderte Leuchtturmprojekt soll Kultur, Tradition und Brauchtum in Füssen
und im südlichen Ostallgäu bewahren, weiter geben und langfristig
verankern. Als eine Art Kultur-Kreativ-Denkwerkstatt hat das Allgäuer
Heimatwerk in der Drehergasse in der Füssener Altstadt einen festen Platz
bekommen. Von hier werden künftig Vorträge und Kurse über Sprache, Tanz
und Musik organisiert - aber auch wie man z.B. eine traditionelle,
schwäbische Rad-Haube passend zum Gewand selbst machen kann. Die gibt
es nämlich nirgends zu kaufen.
FTM Anderszeit
D'Neuschwanstoaner Stamm
Tradition mit Zukunft
Wie ein Trachtenverein eine Brücke zur Moderne baut
Petra Bayer weiß warum: es ist eine unglaublich aufwändige Arbeit. Die
Kosmetikerin aus Trauchgau ist begeisterte Trachtlerin und fertigt seit über 30
Jahren Klosterarbeiten, ein filigranes Kunsthandwerk. Vor zwei Jahren besuchte
sie einen Haubenkurs bei der Trachtenkultur-Beratung des Bezirks Schwaben,
weil sie gerne etwas "Alt-Handwerkliches" machen wollte. Seitdem
experimentiert sie mit Formen und Farben und lässt sich dabei u.a. von
Reliquienbildern, in der Natur oder sogar von alten, gemusterten Fußböden
inspirieren. Dann zeichnet sie ihre Ideen auf und macht daraus eine Vorlage
aus Karton, anhand der sie Silber- oder Goldfolie ausschneidet. Diese wird
dann mit feinstem Draht umwickelt.
Für ein einziges Blumenblatt braucht sie ca. 10 Minuten, insgesamt also über
drei Stunden für eine Silberdistel. So nutzt Petra Bayer jede freie Minute und
wickelt eigentlich überall, auch im Wartezimmer beim rzt. „Meine Mutter hat
mich mal gefragt, warum ich das eigentlich mache. Ich bekomme damit den
Kopf frei, das hat etwas Meditatives. Wenn ich mit damit am Abend hinsetze,
kann ich wirklich abschalten und den Alltag hinter mir lassen." Ihre Mutter
versuchte es auch und schon bald darauf wickelte sie mit gleicher Begeisterung
„Seelchen“ für Klosterarbeiten. Dafür verwenden die beiden vergoldete oder
versilberte Materialien, Perlen, Kristalle und Halbedelsteine. Es braucht
handwerkliches Geschick und Kreativität, um später die vielen Einzelstücke zu
einem prachtvollen Gesamtbild zu kombinieren. „Oft weiß man erst hinterher,
wie die Haube komplett aussieht und jedes Modell wird perfekter und
schöner." Im Frühjahr wird sie im Allgäuer Heimatwerk einen Kurs dazu
anbieten, in dem jede Teilnehmerin „ihre ganz persönliche Haube“ passend
zum Mieder kreieren darf. „Es fühlt sich ganz anders an und macht einem
stolz, eine selbstgemachte Tracht oder Haube zu tragen und man kann sie
später einmal weitervererben. Deshalb möchte ich, dass im Innenteil
eingestickt wird, wer sie gemacht und getragen hat. So können spätere
Generationen noch sehen, was für ein wertvollen, handgemachtes Stück sie in
den Händen halten."
Richard Hartmann fertigt derweil nach altem Wissen eine Schachtel aus
Karton. In größeren Exemplaren können so Hauben oder Trachtenhüte perfekt
aufbewahrt werden. Einen Grundtechnikkurs dazu wird es ebenfalls im
nächsten Jahr im Allgäuer Heimatwerk geben - für Einheimische und Gäste.
So lebt der Grundgedanke der Gründung wieder auf: die Zeit gemeinsam zu
genießen und zu teilen - egal aus welcher Ecke man in Deutschland oder von
ganz woanders her kommt.
Pressespiegel 2021
Projekt
Tradition ist ein solides Fundament für etwas Neues
Die Allgäuer Kultur, Tradition und das Brauchtum zu bewahren, weiterzugeben und
langfristig zu verankern, dieser Aufgabe stellt sich das „Allgäuer Heimatwerk“, das im
Oktober 2020 gegründet wurde. Richard Hartmann ist Initiator und Geschäftsführer
dieses interessanten Projektes, das mit Mitteln des Bundesministeriums für
Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird.
Als Kulturinitiative soll das „Heimatwerk Allgäu“ nachhaltig zur Revitalisierung
Füssens und des südlichen Ostallgäus beitragen. Füssen aktuell sprach mit dem
Event-Manager, der bereits viele konkrete Veranstaltungen ausgearbeitet hat. Richard
Hartmann fühlt sich zwischen Kaviar und Weisswurst, Volksmusik und Klassik wohl
und ist bei Trachtenfesten und in der Oper zu Hause. Richard Hartmann ist Event-
Manager für klassische Musik. Er spricht fließend französisch, englisch, italienisch
und ein wenig russisch und portugiesisch. In der heutigen Zeit nennt man solche
Menschen Global-Player. In Füssen gibt es sicher keinen Menschen, der sagen kann,
dass er mit den Romanoffs Champagner getrunken oder einen großen Teil der
Nobelpreisträger gesehen und ihnen auch die Hand geschüttelt hat.
Für das Allgäuer Heimatwerk kann er eine seiner Passionen , das Brauchtum und die
Tradition, leben.
Seit fast 100 Tagen gibt es das Allgäuer Heimatwerk in Füssen. Können Sie jetzt schon
ein Resümee ziehen, wie dieses besondere Projekt um das Allgäuer Brauchtum bei den
Einheimischen ankommt?
Der Allgäuer per se ist nicht wirklich dafür bekannt, seine Gefühle zu zeigen. Umso
faszinierender ist es, mit wieviel Herzlichkeit und Wärme dieses Projekt
aufgenommen wird. In vielen Gesprächen haben wir bereits jetzt großen Zuspruch
und konstruktive Unterstützung erfahren. Als gebürtiger Füssener stimmt mich das
dankbar und glücklich.
In einem Interview sagten Sie, dass das Allgäuer Heimatwerk ein „Leuchtturmprojekt“
für ganz Deutschland werden könnte. Wie meinen sie das genau?
Ziel dieses Bundesprojekts, das mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung
und Landwirtschaft gefördert wird, ist, einen Beitrag zur nachhaltigen Vitalisierung
des ländlichen Raums zu leisten. Mit unserer Arbeit und unseren Ideen möchten wir
ein Stück weit dazu beitragen, dass den Menschen in unserer Region bewusst wird,
wie wichtig es in einer globalisierten Welt ist, eine Heimat zu haben. Unsere
Einzelprojekte werden dokumentiert, verschriftlicht und nach Projektende evaluiert.
Diese Auswertungen können in ähnlicher Art und Weise im Baukastensystem von
anderen Regionen umgesetzt werden. So tauschen wir uns bereits heute eng mit
Mitarbeitern aus den Bezirken Schwaben, Ober- und Niederbayern aus mit dem Ziel
einer nachhaltigen Zusammenarbeit.
Tradition ist ein solides Fundament für etwas Neues
Fortsetzung
Wie wollen Sie dieses Wissen den Einheimischen vermitteln?
Unser Projekt basiert auf mehreren Ebenen und Tragsäulen und spricht
generationsübergreifend ein breites Publikum vor Ort an. Eine dieser Säulen steht
unter dem Motto „Altes Wissen“. Hier sind für nächstes Jahr rund 50 verschiedene
Kurse geplant, bei denen wir der Bevölkerung und Gästen unsere Liebe zu den Werten
vermitteln, die es wert sind, weiter gegeben zu werden.
Ebenfalls angestrebt ist die Fortsetzung des Projekts MundART WERTvoll mit der
Grundschule Füssen-Schwangau und mit Unterstützung des Wertebündnis Bayern,
das an die Bayerische Staatskanzlei angedockt ist. Mit der Fachberatung für Vereine
bei der Planung ihrer Feste helfen wir ehrenamtlich Tätigen. Sie erhalten bei uns
Unterstützung in Haftungs- und Finanzierungsfragen ebenso wie bei der Erstellung
eines Sicherheitskonzepts. Ergänzt wird dieser Bereich durch die Vermietung des
Allgäuer Heimatwerk-Geschirrmobils mit seiner Ausstattung für bis zu 600
Personen als nachhaltigem Beitrag zur Kosten- und Müll-Reduzierung.
Ein weiterer Bereich erschließt sich in der Trachtenberatung für Trachtenbegeisterte
und Trachtenvereine. Wir wissen, wo dieses alte Handwerk zur Herstellung von
Trachten noch existiert und vermitteln dieses Wissen weiter. Hier stehen uns mit
einem Meister-Trachtenschneider und der Trachtenkultur-Beratung des Bezirks
Schwaben zwei starke Partner zu Seite. Zu guter Letzt planen wir
Eigenveranstaltungen, die allesamt mit unserer Region eng verbunden sind.
Warum ist es wichtig, dass dem Brauchtum eine besondere Rolle in einer Region
gegeben werden soll?
Die Welt wird zunehmend globaler, uniformer, hektischer und gesichtsloser. Umso
wichtiger ist eine starke Bindung von Menschen zu einer Region. Ehrenamtliche
vermitteln mit großem Engagement Brauchtum und durch diese Arbeit zeigen sie ihre
Liebe zur Heimat. Das Allgäuer Heimatwerk bietet mit seinen Ideen dazu die Bühne,
um sie in ihrer Arbeit zu stärken und zu unterstützen.
Tradition ist ein solides Fundament für etwas Neues
Fortsetzung
Insbesondere junge Menschen fühlen sich mit der bayerischen Tradition verbunden.
Ob Musik, Kleidung, selbst die Sprache als solche erfährt eine Renaissance. Ist das nur
ein Hype oder die Suche nach einer bzw. der eigenen Identität?
Nein, es ist kein Hype, sondern natürliches Empfinden, sich über Kleidung und
Sprache einer Region zuzuordnen. Die Medien kolportieren dabei „Bayerische
Tradition und Kleidung“ manchmal etwas eigenartig. Die Auffassung, was dabei als
„authentisch-bayerische Tracht“ getragen wird, mag dabei nicht immer der tradierten
Norm entsprechen. Trotzdem ist es wieder „in“, Trachten, Dirndl und Lederhose zu
tragen und junge Menschen personifizieren sich durch diese Kleidung mit ihrer
Region. Das ist doch wunderbar!
Unsere Intention ist dabei, zu zeigen, dass wir im Allgäu unsere eigene,
jahrhundertealte „allgäuerisch-allemannische“ Kultur haben, die sich sehr wohl gegen
die oberbayerische Omnipräsenz behaupten kann. Das Allgäu hat seine eigene
Sprache, andere Worte und Idiome, herrliche Eigenarten und Traditionen. Diese
liebenswerten Besonderheiten gilt es wieder stärker hervor zu heben. Dies ist auch
möglich, indem die jungen Allgäuer*innen mit ihrer Trachtenkleidung regionale
Akzente setzen, um sich vom Trachtenimport aus Oberbayern abzusetzen. Tracht ist
deshalb nie als Hype oder Kostümierung zu sehen, sondern als klares Bekenntnis zu
unserer Heimat. Dies wollen wir mit unserem Projekt deutlich machen.
Wie intensiv wird die Zusammenarbeit mit der Stadt Füssen und anderen Vereinen
sein?
Die Stadt Füssen ist unser wichtigster Sparring-Partner. Unsere schöne Lechstadt ist
der Sitz des Allgäuer Heimatwerks und es ist schon etwas Besonderes, ein Projekt
der Bundesregierung im Ort zu wissen. Ebenfalls sind wir froh und dankbar über den
Kontakt zu allen Vereinen im Füssener Ortsgebiet, deren satzungsgemäßer Auftrag die
Pflege von Heimat, Tradition, Tracht und Brauchtum ist. Und natürlich schauen wir
auch über den Füssener Kirchturm hinaus und streben eine gute und
partnerschaftliche Zusammenarbeit mit weiteren Trachten- und Schützenvereinen
sowie Musikkapellen im gesamten Allgäu an.
Wird es Projekte mit Nachbarländern geben, um diesen Austausch zu fördern?
Füssen und seine Region waren über Jahrhunderte Drehscheibe für den
interregionalen Handel zwischen Bayern, dem Allgäu, Bayerisch-Schwaben, dem
Außerfern und Südtirol. Wir haben auf jeden Fall vor, dass wir unsere Heimat in
anderen Regionen präsentieren und diese zu uns nach Füssen einladen. Diese nächste
Ebene wollen wir aber erst beginnen, sobald sich das Allgäuer Heimatwerk etabliert
hat. Die erste Projekt-Laufzeit endet bereits im Juni 2022. Entsprechend arbeiten wir
derzeit parallel an der Planung der Gegenwart sowie am Fortbestand des Projekts für
die Zukunft.
Tradition ist ein solides Fundament für etwas Neues
Fortsetzung
Auf welche Veranstaltungen des Allgäuer Heimatwerks dürfen sich die
Einheimischen in naher Zukunft freuen?
Für nächstes Jahr sind Volkstanz-Veranstaltungen, ein Trachtenball und Advent-
Singen im südlichen Ostallgäu geplant. Besonders stolz sind wir, dass wir das 500
Jahre alte „Fiassar Osterspiel“, das früher in St. Mang aufgeführt wurde, in der
Osterwoche 2021 als Eigenproduktion in St. Mang aufführen dürfen.
Darüber hinaus findet von Juli bis Oktober 2021 die Sonderausstellung „Sehnsucht
nach Heimat - Trachtenkultur im Füssener Land“ im Museum der Stadt Füssen statt.
Es ist uns große Freude und Ehre, dass unsere Projektarbeit dabei die Planung des
umfangreichen Rahmenprogramms rund um die Ausstellung beinhält.
So ist z.B. ein großer Trachtenmarkt am Eröffnungswochenende geplant und den
Sommer über arbeiten wir eng mit den Trachtenvereinen und Musikkapellen im
Ortsgebiet zusammen. Daneben wird es einige hochkarätige Vorträge zum Thema
geben, bevor der 1. Allgäuer Trachten-Ball die Ausstellung im Herbst beschließt.
Natürlich alles unter Vorbehalt der gesetzlichen Bestimmungen zur Corona-
Pandemie.
Und so hoffen wir auf regen Besuch bei allen Veranstaltungen und laden bereits heute
herzlich ein!
Vielen Dank für das Gespräch.
Ich danke Ihnen für die Einladung.
Artikel: Füssen aktuell vom 30.12.2020
https://www.fuessenaktuell.de/index.php/2020/12/tradition-ist-ein-solides-
fundament-fuer-etwas-neues/
Vorschau/Artikel in Blickpunkt Rathaus 02/2021
Allgäuer Brauchtum - Kurse und Workshops in Füssen
Kiachla? Birabrot? Lan-Draht? Mäusezähne? Leichte Zwiefache? Was
sich hinter diesen Ausdrücken verbirgt, kann man jetzt in Füssen
entdecken. Die Kulturinitiative „ llgäuer HEIM Twerk“ bietet ab
April 2021 ein umfangreiches Programm mit Koch- und Backkursen,
Handarbeits-, Bastel- und Volkstanz-Workshops an, bei denen
einheimische Experten altes Allgäuer Wissen und traditionelle
Techniken weitergeben.
Das reicht von den Weihnachtsleabla (Plätzchen) und Birnenbrot nach
Rezepten von Theresia Gronauer, die einst für über 30 Jahre im
Gasthof Krone das Kochlöffel-Zepter schwang, bis zu Schritt-für-Schritt-
Anleitungen für ihre genialen Krautkrapfen und anderen Allgäuer
Traditionsgerichte. Essbare Wildpflanzen und Heilkräuterwissen stehen
bei Sammelexkursionen, Kochkursen und Vorträgen im Mittelpunkt.
Auch wie man Kräuterboschen zu Mariä Himmelfahrt bindet,
Hutschachteln mit Stoff bezieht, mit Klosterarbeiten Fatschenkindl
oder Goldene Radhauben gestaltet oder Kniestrümpfe mit
Trachtenmuster strickt, können Interessierte in der Kultur-Denk-
Werkstatt des Heimatwerks in der Füssener Altstadt lernen. Und wer
sich hier die Grundschritte für den Boarischen, den Siebenschritt, den
Schottischen oder einfache Zwiefache zeigen lässt, kann sich
problemlos bei den wieder sehr beliebten Volkstanzveranstaltungen
auf den Tanzboden wagen. Das komplette Kursprogramm mit Terminen
und Teilnahmekosten steht ab März auf www.allgaeuer-
Heimatwerk.com online.
Foto-Downloads:
Wie man diese traditionellen Hut- oder Haubenschachteln herstellt,
vermitteln die Kurse des Allgäuer Heimatwerks in Füssen (JPG, 8.4
MB). Bildnachweis: Thomas Rimili
Traditionelle Klosterarbeit zur Dekoration des Fatschenkindls (JPG,
8.6 MB). Bildnachweis: Allgäuer Heimatwerk / Richard Hartmann
Pressemeldung 01/2021
31.01.2021/rh
Sehr geehrte Damen und Herren,
aufgrund der derzeitig herrschenden Corona-Pandemie müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass die
Aufführung des „Fiassar Osterspiels“ in diesem Jahr nicht möglich sein wird. Wir bedauern sehr, dass
die für den 5./10. und 11. April vorgesehenen Aufführungen in der Stadtpfarrkirche St. Mang abgesagt
werden müssen.
Seit mehreren Monaten haben Prof. Dr. Wolf (Universität Augsburg /Deutsche Literatur und Sprache
des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayern) und wir an Recherche und
Transkription der Texte gearbeitet. Dabei ist eine Fassung entstanden, die weitestgehend dem
Ursprungstext des „Fiassar Osterspiels“ aus dem Ende des 14. Jahrhunderts folgt. Bei dieser Arbeit
stellte sich interessanterweise heraus, dass sich viele Textpassagen des über 500 Jahre alten Stücks
sehr nahe am heutigen, noch in Füssen gesprochenen Dialekt, bewegen.
H.H. Dekan Frank Deuring und Kirchenmusiker Albert Frey zeigten sich begeistert darüber, dass ein
Werk wieder zur Aufführung gebracht werden sollte, dass wahrscheinlich bis zur Säkularisation zu
Anfang des 19. Jahrhunderts regelmäßig nach Ostern in St. Mang aufgeführt wurde. Ebenfalls
motiviert waren die bereits angefragten Mitwirkenden, die allesamt sehr gerne dieses Werk in
„fiassarisch“ zur Aufführung gebracht hätten.
Bedauerlicherweise macht die derzeitige Pandemie alle Planungen für Proben und Vorbereitung
zunichte. Aufgrund der zwingenden Nähe des Werks zu den Ostern-Feierlichkeiten ist kein alternativer
Aufführungstermin in diesem Jahr möglich.
Deshalb haben wir schweren Herzens beschlossen, das Fiassar Osterspiel auf Ostermontag, 18. April
sowie 23. und 24. April 2022 (Termine unter Vorbehalt) zu verschieben.
Zu gegebener Zeit werden wir Sie erneut kontaktieren um Sie über den Stand der Planung für
nächstes Jahr zu informieren.
Mit freundlichen Grüßen
Richard Hartmann
Projektleitung
Das Allgäuer Heimatwerk wird gefördert aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch
das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft - Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft
und Ernährung
Büroadresse Drehergasse 40 ½ , 87629 Füssen
Terminvereinbarung 08362-9299325 oder hartmann@allgaeuer-Heimatwerk.com
www.allgaeuer-Heimatwerk.com
https://prberghoff.de/de/news/allgaeuer-brauchtum-und-kueche-
abwechslungsreiche-workshops-in-fuessen-buchbar
Von: Anke Hiltensperger <A.Hiltensperger@fuessen.de>
Gesendet: Montag, 1. Februar 2021 14:41
An: ft <ft@fuessen.de>; r.hartmann@allgaeuer-Heimatwerk.com; richard.hartmann@hartmann-
event.de
Betreff: WG: Presseinformation: Allgäuer Brauchtum und Küche - Workshops in Füssen
U.a. Pressemitteilung ist heute überregional verschickt worden.
Mit herzlichen Grüßen aus Füssen im Allgäu
Anke Hiltensperger
________________________________________
Anke Hiltensperger
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Füssen Tourismus und Marketing
Anstalt des öf f entlichen Rechts der Stadt Füssen
Kaiser-Maximilian-Platz
1
D-87629 Füssen
Tel. +49 8362 9385-12
Fax +49 8362 9385-60
a.hiltensperger@fuessen.d
Presseinformation 02_2021
01.02.2021
Allgäuer Brauchtum und Küche - Workshops in Füssen
Auszogene? Kletzenbrot? Leichte Zwiefache? Was sich hinter diesen Ausdrücken
verbirgt, kann man jetzt im Allgäuer Urlaubsort Füssen entdecken. Die Kulturinitiative
„Allgäuer Heimatwerk“ bietet ab April 2021 ein umfangreiches Programm mit Koch-
und Backkursen, Handarbeits-, Bastel- und Volkstanz-Workshops an, bei denen
einheimische „Experten“ altes Allgäuer Wissen und traditionelle Techniken
weitergeben. Das reicht von den Weihnachtsleabla (Plätzchen) und Birnenbrot nach
Rezepten von Theresia Gronauer, die einst im Füssener Gasthof Krone das Kochlöffel -Zepter
schwang, bis zu Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Kässpatzen, Krautkrapfen und andere
Allgäuer Traditionsgerichte. Essbare Wildpflanzen und Heilkräut erwissen stehen bei
Sammelexkursionen, Kochkursen und Vorträgen im Mittelpunkt. Auch wie man die
Kräuterboschen zu Mariä Himmelfahrt bindet, Hutschachteln mit Stoff bezieht oder
Pulswärmer und Fäustlinge mit Trachtenmuster strickt, können Interessierte in der Kultur-
Kreativ-Werkstatt des Heimatwerks in der Füssener Altstadt lernen. Und wer sich hier die
Grundschritte für den Boarischen, den Siebenschritt, den Schottischen oder einfache
Zwiefache zeigen lässt, kann sich problemlos bei den seit einiger Zeit wieder sehr beliebten
Volkstanzveranstaltungen auf den Tanzboden wagen. Das komplette Kursprogramm mit
Terminen und Teilnahmekosten steht ab März auf www.allgaeuer-Heimatwerk.com online.
Da für die meisten Tages- und Halbtageskurse eine kurzfristige Anmeldung möglich ist,
können auch Urlaubsgäste daran teilnehmen.
Von: Detlef Danitz <d.danitz@wittich-forchheim.de>
Gesendet: Freitag, 5. Februar 2021 11:09
An: Anke Hiltensperger <A.Hiltensperger@fuessen.de>
Betreff: Re: Presseinformation: Allgäuer Brauchtum und Küche - Workshops in Füssen
Hallo Frau Hiltensperger,
vielen Dank für Ihre Pressemitteilung. Wir haben dazu nun einen Artikeln in TreffpunktDeutschland
veröffentlicht. Sie finden diesen an folgenden Stelle:
Füssen unter GUT ZU WISSEN...
treffpunktdeutschland.de/fuessen
Allgäu unter UCH INTERESS NT͙
treffpunktdeutschland.de/allgaeu
Schwaben unter UCH INTERESS NT͙
treffpunktdeutschland.de/schwaben
Bayern unter UCH INTERESS NT͙
treffpunktdeutschland.de/bayern
Falls noch etwas touristisches fehlen sollte was für unsere Leser interessant sein sollte,
schicken Sie mir einfach die Informationen.
Auch würde ich mich freuen, wenn Sie uns in Ihren Presseverteiler mit aufnehmen könnten
um so zeitnah über interessante touristische Themen zu informieren.
Übrigens, falls sich die Gewerbetreibenden kostenlos in den Rubriken Gastronomie,
Shoppen, Übernachten, Freizeit & Sport oder Entdecken eintragen möchten, hier der Link
zum Formular: treffpunktdeutschland.de/mitmachen
Alles weitere zu unserem Projekt finden Sie hier: treffpunktdeutschland.de/ueberuns
Schöne Grüße und ein schönes Wochenende
LINUS WITTICH Medien KG
91301 Forchheim, Peter-Henlein-Str. 1
i.A. Detlef Danitz
Telefon 09191 7232-39
Mobil
0152 32085412